Die MFTC (Multifunktionswandler) - sind maßgeschneidert auf moderne, aufgeladende Motoren und gelten als revolutionäre Erfindung im Wandlerbereich.
Kleiner, leichter, leistungsfähiger – die heutige Wandlergeneration ist auf mustergültige Effizienz getrimmt.
Jörg Walz
Leiter Kommunikation
Schaeffler Gruppe Automotive
Schaeffler AG
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SCHAEFFLER AG, HERZOGENAURACH
Das Gros aller in Nordamerika neu zugelassenen Fahrzeuge verfügt über ein Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler. Nirgendwo auf der Welt ist der Anteil der Wandlerautomatik ähnlich hoch. Das macht Automatikgetriebe mit Drehmomentwandlern zu „dem“ Getriebe Nordamerikas. Fortwährende Entwicklungsarbeit hat die ehemals als ineffizient abgestempelten Getriebeautomaten auf mustergültige Effizienz getrimmt. Moderne Drehmomentwandler stehen manuellen Schaltgetrieben und Doppelkupplungssystemen in Sachen Energieeffizienz in nichts mehr nach.
Kleiner, leichter, leistungsfähiger – diese Attribute kennzeichnen die heutige Generation von Drehmomentwandlern der Schaeffler-Marke LuK. Damit werden Sie den Anforderungen der Automobilhersteller und letztendlich auch dem Autofahrer in vollem Maße gerecht. Dieser möchte umweltgerecht fahren, auf gewohnten Komfort aber keinesfalls verzichten. Schaeffler bietet genau das: Fahrzeug-Komponenten, die in der Lage sind, bei gleichzeitiger Steigerung des Fahrkomforts und Leistungsfähigkeit den Schadstoffausstoß und Kraftstoffverbrauch zu senken.
Ein Blick auf die neue Drehmomentwandler-Generation W238 verdeutlicht die Entwicklungsfortschritte. So lauten die technischen Eckdaten dieser aktuellen Generation: 530 Nm Drehmoment bei einem hydraulischen Durchmesser von 238 Millimeter. Und das bei einem Gewicht von mittlerweile nur noch 14 Kilogramm sowie einer hydraulischen Breite von gerade einmal rund fünf Zentimeter. Die Vorgänger- Generation W258 brachte noch über 17 Kilogramm auf die Waage und hatte einen Durchmesser von 258 mm sowie eine Breite von knapp 70 mm. Kompakter, leichter und dennoch leistungsfähiger – diese Gegenüberstellung der beiden Generationen bringt es auf den Punkt.
Bereits seit 1998 hat Schaeffler seine Position in den USA durch eine eigene Drehmomentwandler- Entwicklung und -Produktion in Wooster/Ohio, gestärkt. Der Standort fungiert als Kompetenzcenter im globalen, 5.500 Ingenieure und Techniker umfassenden Schaeffler-Entwicklungsnetzwerk.
Die fortwährende Weiterentwicklungsarbeit ist ein wichtiger Punkt für den Markterfolg der LuK-Drehmomentwandler. Nicht minder wichtig ist die Innovationsstärke des Unternehmens. Diese ermöglicht immer wieder aufsehenerregende Technologiesprünge. So revolutioniert beispielsweise die Einführung des Fliehkraftpendels geradezu die Wandlertechnologie. Dieses Produkt setzt Maßstäbe in der Wandleroptimierung. Es liefert eine passende Antwort für das Automatikgetriebe mit Blick auf die beiden heutigen Haupttrends der Motorenentwicklung: Downspeeding und Downsizing.
Nach dem in Europa bereits erfolgreich eingesetzten Zweimassen-Schwungrad mit Fliehkraftpendel ist diese Innovation zur Minderung der Schwingungen im Antriebsstrang – und somit zur verbrauchs- und emissionssenkenden Drehzahlreduktion – auch für Wandlergetriebe lieferbar. Damit wurden insbesondere die Voraussetzungen für einen großen Erfolg in den USA geschaffen.
Die Funktionsweise des Fliehkraftpendels ist einfach: In den neuen Wandlern ist turbinenseitig ein im Ölraum betriebenes Fliehkraftpendel angeordnet. Ein Federdämpfer übernimmt die Grundisolation bei geschlossener Überbrückungskupplung, die Restungleichförmigkeiten werden fast vollständig vom Fliehkraftpendel getilgt. Die maximalen Drehzahlschwankungen am Differenzialeingang lassen sich auf diesem Wege im Vergleich zum konventionellen Dämpfer um mehr als 70 Prozent reduzieren – ideale Voraussetzungen zur Reduktion von Verbrauch und CO2- Ausstoß.
Marc McGrath, Leiter der Produktlinie Drehmomentwandler in den USA, ist stolz auf das neue Produkt: „Das Fliehkraftpendel setzt einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Wandlers. Kraftstoffreduktion bei gleichzeitiger Erhöhung des Fahrkomforts, wo findet man das schon? Ich bin mir sicher, dass auch der amerikanische Markt bald von den Vorteilen des Wandlers mit Fliehkraftpendel überzeugt sein wird.“
Eine weitere Wandler-Innovation ist maßgeschneidert auf moderne, aufgeladene Motoren und eine revolutionäre Erfindung im Wandlerbereich: Der Multifunktions- Wandler (MFTC) lässt sich ideal mit Start-Stopp-Systemen kombinieren und ist in der Lage, das übliche verzögerte Ansprechverhalten, die „Turbo-Gedenksekunde“, zu kompensieren. Ferner lässt sich mit Hilfe des Multifunktions-Wandlers, der möglichen Leerlauf-Entkoppelung (Idle disconnect) und frühzeitigen Überbrückung des Wandlers eine Kraftstoff-Ersparnis von bis zu fünf Prozent realisieren. Die durch den MFTC mögliche Entkoppelung des Getriebes vom Motor eliminiert die Stillstandsverluste eines Wandlers. Zudem erlaubt diese Wandlerkonstellation eine günstigere Verteilung der Massenträgheitsmomente. Dadurch wird eine überragende Schwingungsisolation in allen Fahrbereichen erzielt. Dank der Motorentkoppelung kommt der Motor im Moment der Wandlerzuschaltung auf höhere Anfahrdrehzahlen. Dies verbessert wiederum das Anfahrverhalten von turbogeladenen Fahrzeugen deutlich und ist ein Schlüssel das gefürchtete „Turboloch“ zu umgehen.
„Mit dem von LuK erfundenen Zweimassen-Schwungrad haben wir bereits vor geraumer Zeit eine Lösung gefunden, Vibrationen im Antriebsstrang von Fahrzeugen mit Schaltgetrieben wirkungsvoll zu eliminieren“, sagt Norbert Indlekofer, SchaefflerBereichsvorstand für Getriebesysteme. „Mit dem Fliehkraftpendel und dem Multifunktions-Wandler ist uns das auch für Fahrzeuge mit Automatikgetrieben gelungen. Die aktuellen Wandler-Innovationen der Schaeffler-Marke LuK dokumentieren eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit dieses komfort-, aber auch leistungsorientierten Bauteils im Herzen des fortschrittlichen Automobils.“